Meine Blogroll

Samstag, 24. Juni 2017

Angst-Demenz (Flashback) -- Teil 2

Es ist wieder passiert
An dem Tag, an dem ich über die Hitze im Büro schrieb, ist es mal wieder passiert. Durch die furchtbare Hitze im Raum und ein System/eine Software/das Content Management System, das/die ich bei der Arbeit nicht verstanden habe. Da war nur noch Mattscheibe, aber komplett.

Mein Hirn war einfach leeeeer. Niemand da.

Auch wenn der Mensch, der neben mir sass, mir geduldig -- und immer wieder -- half. Und sagte, jetzt musst du da und da klicken -- ich sah es einfach nicht (mehr). Das Nebeneinandersitzen hat es nicht verbessert. Da fühle ich mich sowieso schnell gestresst. Auch das Sehen ging nicht mehr wirklich: Ich klickte mich durch wie ein wildgewordenes Huhn. Mir verschwomm es vor den Augen. Danke, Hirn!

Was sonst nicht meine Art ist; wie wild rumzuklicken. An diesem Tag fühlte ich mich wie der legendäre DAU, der "dümmste anzunehmende User". Und für den ist dieses CMS auf jeden Fall schon mal nicht gemacht ;)

Vor Scham lieber sterben ...
Der Erklärer gab sich alle Mühe, aber der Groschen wollte bei mir einfach nicht fallen. Es war mir so peinlich. Ich wurde hektisch und ich nervte ihn. Was mir klar war. Irgendwann wurde er immer wortkarger. Habe dann noch alleine weitergearbeitet. Das Resultat sehe ich nächste Woche.

Auch wenn jemand Geduldiges mir hilft, verstehe ich nicht immer alles. Wenn ich mal dermassen feststecke, braucht es oft mehrere Anläufe und Pausen (manchmal Tage) dazwischen, damit ich mich wieder beruhigen kann. Vielleicht wird jetzt auch klar, warum der Stresstest für mich so wichtig war.

In diesem Fall war auch die Software des CMS mein zusätzliches Problem (zur Hitze, dem Neulernen und dem Nebeneinandersitzen), da die Nutzerführung alles andere als intuitiv zu verstehen ist. Alle Oberflächen sahen anders aus, sind anders strukturiert und ich wusste nie, in welchem Hierarchiebereich der Website ich nun bin.

Und dann ...
Schlussenlich habe ich mir viiiel Zeit genommen, die ganzen Prozesse durchzuspielen, um sie besser zu verstehen. Zeit die ich eigentlich nicht hatte, da sich nebendran die Arbeit stapelte. Doch beim Erklärer war es ja genauso. Er hat sich für mich extra Zeit genommen, mir zu helfen, obwohl er die selber auch nicht hatte. Und dann verstehe ich es nicht mal ....

Ich hatte ja bereits eine Schulung zu dem Ding. Aber ich verstand an dem Morgen nur Bahnhof, machte komplett zu. Da die Abteilung, die das veranstaltet hat, permanent überlastet ist, und die Leute dadurch oft gestresst, hab ich es dann auch aus Angst wieder schleifen lassen, mich weiter damit zu beschäftigen. Bis ich das System dann doch wieder gebraucht hab ... seufz

Was hilft?
Mich immer wieder dahinterzuklemmen. Pausen zu machen. Den Mut und den Selbstwert zu behalten. Ignorieren, was mein Hirn dazu laufend an Bewertungen produziert ("der denkt jetzt sicher du bist blöd", "du versagst ja schon wieder" etc. pp.). Mich selber in meiner Not ernst zu nehmen. Zu wissen, dass auch andere, die nicht viel damit arbeiten, mit diesem System rechte Mühe haben. Die Gewichtung aus der Situation rausnehmen (ich nutze das Programm sehr selten und punktuell), werde also nicht von nun an täglich gestresst sein ;)

Wie weiter ...
Ob das was ich produziert habe, nun läuft, weiss ich noch nicht. Das werde ich nächste Woche sehen. Aber ich habe jetzt erste Ansätze begriffen -- und kann nun auch endlich das Manual nutzen, das ich am Tag der Schulung bekommen hatte. Nicht mal das half mir nämlich.

Sonst gilt bei Systemen/Geräten in der IT ja (zu Recht) stets die goldene Regel, bevor es ans Beantworten von Userfragen geht:

RTFM! Read the fucking manual! ^_^



(Fortsetzung folgt)

Angst-Demenz (Flashback) -- Teil 1

.. wahrscheinlich heisst das anders. Mir geht es darum, zu schildern, wie drastisch ich es empfinde. Ich meine damit die Denkblockaden, die sich bei mir einstellen, wenn ich unter Druck komme.

Demenz nenne ich es deshalb, weil ich plötzich auch einfache Dinge nicht mehr kann oder weiss, die mal gut gingen, die sonst selbstverständlich sind. Oder ich es einfach nicht schaffe, neues Wissen aufzunehmen. Was andere oft nicht nachvollziehen können. Dann kommt etwas ein "aber das ist doch nicht so schwierig!". Dadurch wird alles nur noch schlimmer. Ich fühle mich dumm und behindert dadurch. Da ist nur noch ein weisses Rauschen in meinem Kopf. Kein Anschluss unter dieser Nummer!

Natürlich kommt das Denkvermögen bei mir nach und nach wieder zurück, das schon. Aber es kann auch sein, dass ich eine Sache oder Aufgabe aufgebe, weil es mich zu sehr stresst.

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Es gibt Momente, da stehe ich neben mir.  Früher war das ein gewohnter Zustand, sobald es um Ausbildung oder Arbeitsleben ging. Mit kurzen und längeren Zeiträumen, in denen es leichter war, weil ich etwas tun konnte, in dem ich gut war oder mich sonst sicher fühlte. Die Blockaden können aber auch auftreten bei Dingen, die ich gerne mache, zum Beispiel bei Leistungsdruck, Abgabeterminen etc. Ich erkenne es heute als eine vorwiegend soziale Angst.

Heute ist es meistens leichter, auch im Alltag, also hat sich das Verhältnis umgekehrt. Innere Ruhe ist meistens da -- und die Blockaden nur noch gelegentlich. Ich habe mich, auch Dank der Psychotherapie, nach und nach "umprogrammiert". Das hat Jahre gebraucht, soweit zu kommen, dass ich unter anderen Menschen in der Arbeitswelt in einem Büroalltag nicht komplett dauergestresst bin.

Zudem lerne ich einfach anders als andere. Eher optisch und assoziativ: Wenn in einem Lehrbuch jede Seite gleich aussieht, prägt sich mir nichts ein. Wenn ich Tabellen oder Grammatik auswendig lernen muss, fällt mir das wieder "aus dem Speicher". Ausser ich kann etwas damit assoziieren oder es hat zB zusätzlich Bildergeschichten/Fotos auf den Seiten. Dafür kann ich mir alle möglichen Verbindungen, unnützes Wissen und viele Wörter fremder Sprachen merken. Alles was ich ohne Druck lerne und in entspannter Umgebung, geht oft spielerisch leicht und bleibt mir im Kopf. Ich kann Wissen im Grunde schnell aufnehmen und auch in Verbindung setzen. Nur eben ...

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Ich habe Jahre mit diesen Angstzuständen und sozialen Ängsten verbracht. Mir fehlen im Vergleich zu anderen Berufsleuten, circa 10 Jahre Berufserfahrung einfach dadurch, dass ich psychisch erkrankt war. Von 17 bis 27 Jahren hab ich mich arbeits- und ausbildungstechnisch irgendwie durchgehangelt und vor allem diese Angst, diese Blockaden, zu vermeiden versucht. Zwischendrin dann wieder (Erschöpfungs)Depression. Unaushaltbar schien mir vor allem die Angst.

Therapie hatte ich genug. Heute denke ich, da hätte man therapeutisch anders damit umgehen können/müssen. Aber es ist eben so gelaufen, wie es lief.

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(Fortsetzung folgt)

Donnerstag, 22. Juni 2017

Kreislauf an Hirn

Möchten Sie jetzt das System herunterfahren?


Ogottogott ist das heisss im Büro...


Mittwoch, 21. Juni 2017

Neue Energien, mehr Freude :)

Diesen Frühling bin ich an einer Stelle gestanden an der mir bewusst wurde: SO NICHT. Der extremste Punkt der Verzweiflung (seelische Starrheit und körperliche Schmerzen) war kurz aber extrem heftig. So, dass ich wirklich erschrocken bin.

Mir wurde in dieser Krise bewusst, dass ich die letzten Jahre mit der Überzeugung -- "ich muss da durch" -- einfach immer stur Tag um Tag weitergegangen bin, auch dann, wenn ich (so) eigentlich nicht mehr weitermachen wollte.

Plan B fehlte mir. Eigentlich fehlte überhaupt ein Plan. Und das machte mich fertig. Ich brauche sowas, einen Sinn. Das war teilweise eine wirklich freudlose Zeit voll reiner Pflichterfüllung. Pflichterfüllung als Lebenszweck hat noch nie zu mir gepasst. Das fühlt sich fremd an, ist mir auch fremd. Da will ich raus, aus diesem Modus.

Ich will auch den Alltag anders leben. Dass die Energie in meinem Leben mit mir steigt und fällt, dass ich meinen Alltag selber gestalte, auch mental vor allem, das merke ich erst jetzt, nach und nach. Und es beginnt nun auch im Arbeitsalltag eine lebendigere Zeit für mich. Sie ist bereits da.

Mehr aus der Kraft, der lebendigen Freude heraus. So Will Ich Leben. Und da ist er plötzlich, der Plan! Ich habe immer gemeint, es geht um etwas Äusseres, um "konkrete" Lebensziele, eine "Sache", wie zB eine neue Stelle oder eine Weiterbildung.

Doch was ist konkreter als Lebensfreude?!

Meine Bedürfnisse achten (Selbstachtung)

Ich habe mir eine neue Klarheit erarbeitet und angewöhnt, wie ich mit Ansprüchen umgehe, die von anderen kommen, und die für mich nicht stimmen. Das war vorher sehr schwierig für mich.

Vorher versank ich in entweder in einer Grübelhaltung (hab gewusst, dass es nicht stimmt, aber die Entscheidung ewig hinausgezögert), hab eine Ausrede erfunden, oder mich anderswie entzogen, wurde verbal aggressiv (ohne dass mir klar war weswegen) oder ich machte (auf meine eigenen Kosten*) mit.

Inzwischen kann ich meine eigenen Bedürfnisse ganz klar formulieren, ohne deswegen in Scham- oder Schuldgefühlen zu versinken. Ich übernehme die Verantwortung für mein eigenes Leben und auch für die Klarheit darin. Mich klar zu äussern, finde ich befreiend.

Keine ständigen Vernichtungs- und Unwertgefühle mehr deswegen zu haben, da ist viel LAST von mir weggegangen. Ich übernehme für meine Gefühlswelt und mein Wohlbefinden die Verantwortung und bleibe bei mir.

Ich übernehme nicht mehr die Verantwortung für die Gefühle der anderen deswegen. Ich lerne auch selber, Übergriffe anderen gegenüber zu vermeiden. Manchmal gehts leichter, manchmal etwas schwerer. Doch es geht mir allgemein immer besser.

Co-Abhängigkeit adé!



Was für ein Meilenstein!







* Verwirrung, gegenseitige Grenzüberschreitungen, Reizüberflutung, Erschöpfung etc


Dienstag, 20. Juni 2017

Was passiert eigentlich mit den ganzen Geräten

... die noch gut sind? Wenn das Gerät länger hält, als der Akku, der neue Akku dann aber mehr kostet als ein neues Gerät? Die neue Simkarte, im Notfall, nicht mehr in ein altes Gerät passt. Die Garantie pünktlich zum Festplattencrash des Laptops bereits erloschen ist. Usw. usw. Es ist eine gigantische Verschwendung: Schmeiss weg, kauf neu!

Die Sofaheldin hatte auch bereits einen Post dazu. 

Montag, 19. Juni 2017

Im Körper daheim

Inzwischen finde ich mich selber ok, aussen und innen. Es passt alles immer besser zusammen! Ich fühle mich sehr wohl mit mir. Das bin ich. Und für mich ist das das Wichtigste überhaupt: Mich selbst zu sein.